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[ Putten ]

Hier entscheidet sich Ihr Score. Das heißt Sie können sich eine Menge unnötiger Schläge einsparen.
Auch wenn Sie das Üben sehr langweilig finden, sollte mindestens bei jeder Trainingseinheit das Putten ein fester Bestanteil sein. Denn das Putten macht auf einer Runde ca. 45-60% der Gesamtschläge aus.

Hier einige wichtige Faktoren, die für eine höchstmögliche Präzision unerlässlich sind:

1. Lesen der Puttlinie
Gehen Sie etwa 5m hinter dem Ball in die Hocke und versuchen Sie herauszufinden in welche Richtung sich das Green neigt. Sind Sie sich nicht ganz sicher, dann machen Sie dass gleiche, nur von der gegenüber liegenden Seite. Suchen Sie dabei auch ein Zwischenziel in die der Ball die Startrichtung beschreiben soll.

2. Das Ausrichten der Schlagfläche zum Zwischenziel
Der Putter hat eine lange Oberkante, so dass sich die Schlagfläche leicht im rechten Winkel zum Zwischenziel ausrichten lässt. Die Standausrichtung soll parallel zum Zwischenziel verlaufen, so dass eine optimale Schwungbewegung erreicht werden kann.

3. Das Treffen des Balles mit dem Sweet Spot (Markierung am Putter)
Die größtmögliche Kraftübertragung kann nur genau im Sweet Spot erfolgen. Dadurch erhält der Ball die nötige Geschwindigkeit, um zum Loch oder auch darüber hinaus rollen zu können.

4. Die Schlagflächenstellung im Treffmoment
Sie können Ihre Schlagfläche am Anfang noch so genau Ausrichten, wenn im Treffmoment Ihre Schlagfläche nicht rechtwinklig zum Zwischenziel ausgerichtet ist, wird sich Ihr Ball in irgendeine Richtung bewegen.
Achten Sie bitte darauf, das keine Schlagflächenverkantung im Schwungverlauf eintritt.

5. Die Schwungbahn
Eine optimale Schwungbahn erreichen Sie, indem Sie den Oberkörper in eine Ideale Schräglage bringen, dass der Körper ungehindert wie eine große Standuhr pendeln kann. Die Augen sind dadurch genau über dem Ball. Die Schwungbahn sollte keine Kurve beschreiben, sondern Gerade auf und Gerade durch geschwungen werden.

6. Das Dosieren der Schwunggeschwindigkeit
Die meisten Golfspieler lassen Ihre Putts viel zu kurz, also bleiben fast immer kurz vor dem Loch liegen. Erfüllen Sie die ersten fünf Kriterien, so haben Sie schon die besten Voraussetzungen den Ball mit der richtigen Geschwindigkeit ins Loch zu bringen.
Versuchen Sie den Ball immer hinter das Loch zu Putten, dann geben Sie dem Ball überhaupt erst die Chance zu fallen.

"Ein bedeutender Wissenschaftler hat herausgefunden, dass 100% der Bälle, die vor dem Loch zu Ruhe kommen, eine Ewigkeit zu kurz bleiben."


[ Chippen ]

Das Chippen ist nach dem Putten auch ein sehr Spielentscheidender Schlag.
Ist Ihr Schlag in das Green zu kurz oder lang geworden, kann diese Schlagvariation sehr hilfreich sein.
Ausschlaggebend den Ball an oder sogar in das Loch zu bekommen, ist die Distanz die überbrückt werden muß.
Hier für ist die Schlägerwahl sehr ausschlaggebend. Wählen Sie bei gleichem Schwungumfang, für eine kurze Distanz ein kurzes Eisen und für längere Distanzen ein längeres Eisen.

Hierzu eine kleine Hilfestellung.

Aus 5m ein SW
Aus 7,5m ein PW
Aus 10m ein 9er Eisen
Aus 12,5m ein 8er Eisen
Aus 15m ein 7er Eisen usw.

Dies sind nur Richtwerte, die auch von der Topographie abhängig sind. Geht es bergab so nehmen Sie ein Eisen weniger, geht es bergauf so nehmen Sie ein Eisen mehr.

Sie können die Haltung wie beim Putten einnehmen. Fassen Sie den Schläger kürzer und stehen mit engem Stand relativ nahe am Ball. Bringen Sie Ihre Hände in Richtung Ziel vor dem Ball, ohne die Schlagfläche zu verdrehen. Verlagern Sie ca. 60-70% des Gewichtes auf das linke Bein, um einen steileren Eintreffwinkel zu erzeugen. Nun kann der Aufschwung und Durchschwung ohne Handgelenkeinsatz auf einer geraden Schwungbahn Spiegelbildlich erfolgen.
Sie spüren einen soliden Ballkontakt und das Gras wird ohne Divot leicht gestreift.


[ Pitch ]

Der Pitch ist kein Spezialschlag, wie beispielsweise der Chip, sondern lediglich eine kleinere Version des vollen Schwunges. Also keine Angst, dieser ist ganz leicht zu spielen.
Für diesen Schlag eignet sich ganz besonders ein Sandwedge, da der Ball eine hohe Flugbahn beschreiben und schnell liegen bleiben soll.
Wie vorhin schon erwähnt, besteht der Hauptunterschied zum vollen Schwung darin, dass die Entfernung zur Fahne durch die Aufschwunglänge reguliert wird. Auf- und Abschwung sollten im Schwungumfang spiegelgleich sein.
Die Griff und Standhaltung bleiben wie beim vollen Schwung gleich. Der Ball liegt in der Mitte des Standes und die Hände befinden sich leicht vor dem Ball. Soll eine unterschiedliche Ballflughöhe erreicht werden, so kann das Handgelenk in der Aufschwungphase unterschiedlich gewinkelt werden.

[ Bunker ]

Sie gehen zum Ball und stellen mit entsetzen fest, er liegt im Bunker. Sie bekommen Schweißausbrüche und denken "hoffentlich komm ich da wieder raus".
Kein Angst, Sie kommen mit Leichtigkeit aus diesem Hindernis heraus und werden feststellen, es macht Ihnen Spaß.
Gehen Sie wie folgt vor!

Neutrale Standposition einnehmen, den Schläger mit neutralem Griff etwa 20-30 Grad nach rechts verkanten. Der Ball sollte etwas links der Mitte platziert werden, da der Schläger zuerst den Sand trifft und nicht den Ball. Der Schwung entspricht genau dem des Pitchens. Aber da der Schlägerkopf durch den Sand sehr stark abgebremst wird, muss die Schlägerkopfgeschwindigkeit dreimal höher als vom Fairway sein. Dies erreicht man, indem das Handgelenk in der Aufschwungphase sehr früh gewinkelt wird. Die Schlaglänge lässt sich auch durch den Schwungumfang regulieren.
Einfach ausprobieren und Sie werden feststellen das der Bunkerschlag ein leichtes ist.


[ Hanglagen ]

Bei allen Hanglagen sollten Sie mehrere Probeschwünge machen, um sich an die jeweilige Situation anzupassen. Verringern Sie allgemein etwas den Aufschwung um mehr Kontrolle im Schwung zu bekommen.

Es gibt Grundsätzlich vier verschiedene Hanglagen:

- Der Ball liegt höher als die Füße
Liegt der Ball höher als die Füße verringert sich der Abstand des Balles zu Armen und Händen. Dies kann ausgeglichen werden, in dem sich der Abstand etwas vergrößert, oder der Schläger kürzer gefasst wird. Die Schlagfläche zeigt nun nicht mehr in Richtung Ziel sondern ist nach links ausgerichtet. Der Ball wird daher links vom Ziel starten und noch weiter nach links abdrehen. Dies kann verhindert werden indem sich der Stand weiter recht vom Ziel ausgerichtet wird.

- Der Ball liegt tiefer als die Füße
Liegt der Ball tiefer als die Füße vergrößert sich der Abstand zu Armen und Händen. Dies kann dadurch ausgeglichen werden in dem der Stand näher zum Ball und die Beine etwas mehr gebeugt werden. Die Schlagfläche zeigt nun nicht mehr in Richtung Ziel sondern ist nach rechts vom Ziel ausgerichtet. Der Ball wird daher rechts vom Ziel starten und noch weiter nach rechts abdrehen. Dies kann verhindert werden indem sich der Stand weiter links vom Ziel ausgerichtet wird.

- Es geht in Richtung Ziel bergauf
Die Hanglage kann am besten ausgeglichen werden wenn die Hüfte und die Schulter (Ansprechposition) dem Hang angepasst ist. Die Erdanziehungskraft erschwert den Auf- und Abschwung, so das die Arme und Schläger den Körper zu früh überholen und die Schlagfläche links verkanten lassen. Dies kann durch eine Ausrichtung nach rechts vom Ziel korrigiert werden. Wird der Anstieg des Hanges größer, sollte ein entsprechend längerer Schläger genommen werden, denn der Ball wird durch eine höhere Flugbahn kürzer fliegen.

- Es geht in Richtung Ziel bergab
Die Hanglage kann am besten ausgeglichen werden wenn die Hüfte und die Schulter (Ansprechposition) dem Hang angepasst ist. Die Schwerkraft zieht den Körper in der Durchschwungphase nach vorne, so dass die Arme und der Schläger nicht hinter her kommen und das Schlägerblatt nach rechts verkanten lassen. Dies kann durch eine Ausrichtung nach links vom Ziel korrigiert werden. Wird der Anstieg des Hanges größer, sollte ein entsprechend kürzerer Schläger genommen werden, denn der Ball wird durch eine niedrigere Flugbahn länger ausrollen.
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